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1826

4.Wandere!

Heinrich Heine

Wenn dich ein Weib verraten hat, So liebe flink eine andre; Noch besser wär es, du ließest die Stadt – Schnüre den Ranzen und wandre!

Du findest bald einen blauen See, Umringt von Trauerweiden; Hier weinst du aus dein kleines Weh Und deine engen Leiden.

Wenn du den steilen Berg ersteigst, Wirst du beträchtlich ächzen; Doch wenn du den felsigen Gipfel erreichst, Hörst du die Adler krächzen.

Dort wirst du selbst ein Adler fast, Du bist wie neugeboren, Du fühlst dich frei, du fühlst: du hast Dort unten nicht viel verloren.

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