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1826

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Heinrich Heine

Einst sah ich viele Blumen blühen An meinem Weg; jedoch zu faul, Mich pflückend nieder zu bemühen, Ritt ich vorbei auf stolzem Gaul.

Jetzt, wo ich todessiech und elend, Jetzt, wo geschaufelt schon die Gruft, Oft im Gedächtnis höhnend, quälend, Spukt der verschmähten Blumen Duft.

Besonders eine feuergelbe Viole brennt mir stets im Hirn. Wie reut es mich, daß ich dieselbe Nicht einst genoß, die tolle Dirn'.

Mein Trost ist: Lethes Wasser haben Noch jetzt verloren nicht die Macht, Das dumme Menschenherz zu laben Mit des Vergessens süßer Nacht.

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