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1826

36.

Heinrich Heine

Wie die Tage macht der Frühling Auch die Nächte mir erklingen; Als ein grünes Echo kann er Bis in meine Träume dringen.

Nur noch märchensüßer flöten Dann die Vögel, durch die Lüfte Weht es sanfter, sehnsuchtwilder Steigen auf die Veilchendüfte.

Auch die Rosen blühen röter, Eine kindlich güldne Glorie Tragen sie, wie Engelköpfchen Auf Gemälden der Historie –

Und mir selbst ist dann, als würd ich Eine Nachtigall und sänge Diesen Rosen meine Liebe, Träumend sing ich Wunderklänge –

Bis mich weckt das Licht der Sonne, Oder auch das holde Lärmen Jener andren Nachtigallen, Die vor meinem Fenster schwärmen.

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