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1841

Sturmabend

Friedrich Hebbel

Rausche nur vorüber, Wind! Wühl' im Laub und knicke, Während ich mein süßes Kind An die Brust hier drücke!

Nestle aus dem dunklen Haar Ihr die junge Rose, Wirf sie ihr zu Füßen dar, Während ich hier kose.

Eine Todesgöttin, tritt Sie die zarte Schwester In den Staub mit stolzem Schritt Und umschlingt mich fester;

Läßt dir willig gar das Tuch, Das ihr, wenn ich neckte, Sonst noch niemals dicht genug Hals und Busen deckte.

Rausche, Wind! Wir seh'n die Zeit So, wie dich, entfliehen, Doch, bevor sie Asche streut, Wagen wir zu glühen!

Lockend vor mir, rund und roth, Ihre Feuerlippe! Zwei Schritt hinter mir der Tod Mit geschwungner Hippe.

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