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1844

Die Rosen

Friedrich Hebbel

Als du frühmorgens gingst Und an der Sonne hingst, Pflücktest du dir, Die, von ihr angeglüht,

Still vor ihr aufgeblüht, Und nun den Duft versprüht, Rosen zur Zier. Hältst sie noch Abends fest?

Schmeichelte dir der West Längst sie nicht ab? Siehst ja, ihr Leben schwand! Wo ist der Farbenbrand?

Doch nur in deiner Hand Sind sie im Grab. Gieb sie den Winden preis, Daß sie mit ihnen leis

Düngen den Strauch. Fühlt's nicht sogleich der Zweig, Fühlt's doch die Wurzel gleich, Und ist nur diese reich,

Wird der es auch!

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