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1838

Der Kranke

Friedrich Hebbel

Der Kranke in seinem Bette, Wie schlief er so schwer und bang, Als hin zu der schwülen Stätte Der erste Lenzhauch drang.

Ein Fenster war aufgegangen, Durch das er hinein sich stahl, Nun kühlt er die heißen Wangen, Die glühende Stirn zumal.

Und all dies linde Kosen, Das Blüten gelockt aus dem Baum, Es giebt dem Hoffnungslosen Genesung in süßem Traum.

Doch ach, der holde Gedanke Erschüttert zu sehr sein Herz, Vor Freuden erwacht der Kranke Und fühlt den alten Schmerz.

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Der Kranke · Friedrich Hebbel · Poetry Cove