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1838

Das Vöglein

Friedrich Hebbel

Vöglein vom Zweig Gaukelt hernieder; Lustig sogleich Schwingt es sich wieder.

Jetzt dir so nah', Jetzt sich versteckend; Abermals da, Scherzend und neckend.

Tastest du zu, Bist du betrogen, Spottend im Nu Ist es entflogen.

Still! Bis zur Hand Wird's dir noch hüpfen, Bist du gewandt, Kann's nicht entschlüpfen.

Ist's denn so schwer Das zu erwarten? Schau' um dich her: Blühender Garten!

Ei, du verzagst? Laß es gewähren, Bis du's erjagst, Kannst du's entbehren.

Wird's doch auch dann Wenig nur bringen, Aber es kann Süßestes singen.

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Das Vöglein · Friedrich Hebbel · Poetry Cove