Skip to content
1845

An einen Freund

Friedrich Hebbel

Was dir Schlimmes oder Gutes Auch das Leben bringen kann, Nimmst du stets gelaßnen Muthes Und zufried'nen Sinnes an.

Nur das Ganze macht dir Sorgen, Nur, was nie ein Mensch ermißt, Ob ein Räthsel d'rin verborgen, Und ob dieß zu lösen ist.

Kann der Buchstab' denn ergründen, Was das Wort bedeuten soll? Wenn sich Alle treu verbünden, Wird es ja von selber voll.

Nimm die Traube, wie die Beere, Nimm das Leben, wie den Tag! Was es auch zuletzt bescheere, Immer bleibt's ein Lustgelag!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An einen Freund · Friedrich Hebbel · Poetry Cove