Skip to content
1846

An Christine Engehausen

Friedrich Hebbel

Du tränkst des Dichters dämmernde Gestalten, Die ängstlich zwischen Sein und Nichtsein schweben, Mit deinem Blut, und giebst den Schatten Leben, In denen ungebor'ne Seelen walten.

Ich aber mögte nicht zu früh' erkalten, Der Zeit die Form zu dem Gehalt zu geben Und über sich hinaus sie zu erheben Durch neuer Schönheit schüchternes Entfalten.

Doch dieses Deutschland wird uns schwer erwarmen, Und eh' wir's denken, steh'n wir ab, verdrossen, Drum laß uns Eins das Andere belohnen. Wo treu und fest sich Mann und Weib umarmen,

Da ist ein Kreis, da ist der Kreis geschlossen, In dem die höchsten Menschenfreuden wohnen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An Christine Engehausen · Friedrich Hebbel · Poetry Cove