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1896

Morgentraum

Otto Erich Hartleben

In den wachen Morgentraum sprühen tausend Silbersterne; draussen auf den raschen Strassen drängt sich lärmend schon das Volk.

Auf den Plätzen sengt die Sonne, brütet schon der Dunst des Staubes – in den wachen Morgentraum sprühen tausend Silbersterne.

Milder Lichtschein, güt'ge Ruhe, kühl und heilig-still die Lüfte: Durch die dunkelklaren Welten hallen lange Glockentöne

in den wachen Morgentraum.

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