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1893

Matrei

Otto Erich Hartleben

Es dunkelte schon im Thal. – Das Schloss am Berge stand gespenstisch gross im gelben Abendsonnenschein. Doch gegenüber auf dem Friedhof, der sich rings mit weisser Mauer um die alte Kirche schloss,

ausbreitete still sich eine blaue, kühle Luft. Und an den Gräbern gingen wir entlang. Sie zog den Arm aus meinem Arm. – An jedem Kreuze hing ein rostiges Becken voller Wasser und sie stiess

ein jedes Becken leise an und goss daraus auf jedes Grab ... Dann sah sie mich mit einem ernsten Lächeln an und sprach: die Stunde ist den armen Seelen lieb.

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