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1897

Im Lande der Thorheit

Otto Erich Hartleben

Im Lande der Thorheit küsst ich die Hände der schönen Fraun, sie waren schmeichelnd und weiss, mit blitzenden Ringen geschmückt. Ich lachte wohl auch beim lieblich klingenden, lockenden Wort und eitel genoss ich des eigenen spielenden Übermuths.

Doch immer wieder irrte mein Blick ins Leere ab: Ich sah und fühlte die Hände meiner lieben Frau, die weich und still in ruhender Güte sich nach mir hersehnen aus der Ferne – deine Hände; die

allein die Wirrniss dumpfen Wollens je gebannt – und ich gedachte jener Stunde, da mir einst im Tode diese Hände stummen Trost verleihn.

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Im Lande der Thorheit · Otto Erich Hartleben · Poetry Cove