Skip to content
1888

[Feuchtkalte Nebel in den stillen Strassen]

Otto Erich Hartleben

Feuchtkalte Nebel in den stillen Strassen – Frühmorgenschein – ob wir uns ganz vergassen? Ich fahre lautlos übers weiche Pflaster – verfrühte Arbeit und verspätet Laster.

An jener Thür vorüber? – Fass dich: hier, hier links, da schlug es ehmals. Pocht es dir? Zertreten und zerfahren ist der Schnee: Schmutz überdeckt die zugefrorne Spree.

Dort schläft die Jungfrau. Ihre Stirn ist rein. Du sollst auf diesen Strassen thätig sein. Vorbei! Vorbei! Schon wird der Morgen laut. Feuchtkalte Nebel – doch es thaut – es thaut!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Feuchtkalte Nebel in den stillen Strassen] · Otto Erich Hartleben · Poetry Cove