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1885

8

Otto Erich Hartleben

Aus des Hochwalds Dunkel, empor zur Sonne, die hindurchblitzt zwischen dem Laub der Kronen, ringt und wächst und strebt in die Höh das junge schwankende Stämmchen.

Nicht gedeihn kanns drunten im kalten Schatten, aber droben lächelt ihm Licht und Wärme, droben wirds im sonnigen Blau des Aethers wiegen das Haupt einst. –

Auch du witterst und spürst, o meine Seele, hoch ob all der lastenden Nacht der Schmerzen eines blauen, nimmer getrübten Himmels göttliche Reinheit.

Auch du dränge zur Höh, o meine Seele, bis dich krönt das leuchtende Gold der Sonne, bis vergessen unter dir schweigt des Lebens wuchernde Wildnis.

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