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1884

2

Otto Erich Hartleben

Wohin du horchst, vernimmst du den Hilferuf der Noth. Wohin du blickest, erschrecken dich gerungne Hände, bleiche Lippen, die nach des Todes Erlösung schmachten.

Wohin du hilfreich schreitest, versinkt dein Fuss im Koth der Lügen. Jeglichem Elend noch umwebten sie den Schein der Ordnung, jeglicher Schande des Alters Würde.

In diesem dunkelfluthenden Wogenschwall wo ist der Grund, der unsere Anker hält? Wann naht der Gott, im Sturme fahrend, der die verpesteten Lüfte reinigt?

Wo blitzt ein Lichtstrahl kommenden Morgenroths an diesem nachtbelasteten Horizont? Wo sieht der Jugend Thatensehnsucht flattern die Wimpel des fernen Zieles?

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