Zweymal ist der Schnee zerflossen Zweymal hat des Schnitters Hand Von dem Akker Korn entwandt Zweymahl hat man Most genossen
Seit daß ich an diesem Fluß Gab der Lust den ersten Gruß. Seither ist mir nicht zerronnen Seither nichtes meiner Heerd
Die auf fettbegraster Erd Augenblikklich Saft gewonnen: Mein sehr muntrer Feldgesang Mehrte dieser Felsen Klang.
Nun mich rufft ein Scheidbeginnen Vnd des Himmels hoher Raht Nun mich trägt der grüne Pfad Der mich mehrmahls trug von hinnen
Sprech ich ach! das letzte Wort: Gute Nacht! Ich reise fort. Grünet fort ihr bunten Auen Die ich meiner Heerde Kost
Vnd der matten Glieder Trost Pflegte freudig sonst zu schauen Eure Zierde müsse nie Missen ihres Wachstums Blüh.
Dich auch Silberklares Fliessen Das mir Hertz und Geist erfrischt Vnd oft Weid und Lust gemischt Dich gesegn' ich mit Verdriessen
Dich hab diesen Wunsch noch dir Färbe nimmer Mordbegier. Vnd ihr treue Nebenhirten Denen war mit mir gemein
Hürde Weid' und Schäfelein Lebet froh bekräntzt mit Myrten Lebt und liebet euren Sinn: Ich ach! wandre von euch hin.
Gute Nacht ihr Parnassinnen Leitstab meiner Geistespur Nymfen meines Durstes Cur Gute Nacht ihr Schäferinnen
Spricht der Mund schon Scheidewort Bleibt mein Hertz doch an dem Ort. Gute Nacht ihr holden Felder Gute Nacht so manches Thal
Berge Bächlein allzumahl Gute Nacht ihr Schatten-Wälder Werd' o höchstbeziertes Land Werde fort mehr Weltbekand.
Ich ich will dein Lob erheben weil mein Schäfer-pfeiffsakk stimmt Vnd in mir ein Flämlein glimmt Weil ein Fünklein Seel wird leben
Weil dein Wasser Sudwarts rauscht Vnd dein Vfer Schatten tauscht.
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