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Vorrede

Georg Philipp Harsdörffer

Ihr brünstig-verliebte verlobete Hertzen Empfahet der Schäfer erfreuliches Schertzen. Beliebet der Hirten Feldschlürffendes Klingen Schalmeyen am Reyhen die Wette versingen.

Ihr wisset daß unsere Hütten nicht haben Auf Stättisch mit Schminke beschmükete Gaben. Wir bringen hier Bäurische Hirtengedichte Bey unseren Heerden erwachsene Früchte.

Ihr werdet die Fehler vielgünstig ersetzen Und unsere Felder euch lassen ergetzen. Empfahet die Erstlinge hiesiges Flusses Empfahet die Lieder gebierliches Grusses.

Erkennet hier unseren dienstlichen Willen Den buntliche Reimen mit Wünschen erfüllen. Das hertzliche Wünschen soll Beyden und Beyden Gedeyen mit würklich erfolgenden Freuden.

Wir wollen euch reichere Schenkungen bringen Wenn unsere Flöten sich höher aufschwingen. Wann unsere Reimen besingen die Wiegen In welchen deß Ehestands Erstlinge liegen.

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