Ihr brünstig-verliebte verlobete Hertzen
Empfahet der Schäfer erfreuliches Schertzen.
Beliebet der Hirten Feldschlürffendes Klingen
Schalmeyen am Reyhen die Wette versingen.
Ihr wisset daß unsere Hütten nicht haben
Auf Stättisch mit Schminke beschmükete Gaben.
Wir bringen hier Bäurische Hirtengedichte
Bey unseren Heerden erwachsene Früchte.
Ihr werdet die Fehler vielgünstig ersetzen
Und unsere Felder euch lassen ergetzen.
Empfahet die Erstlinge hiesiges Flusses
Empfahet die Lieder gebierliches Grusses.
Erkennet hier unseren dienstlichen Willen
Den buntliche Reimen mit Wünschen erfüllen.
Das hertzliche Wünschen soll Beyden und Beyden
Gedeyen mit würklich erfolgenden Freuden.
Wir wollen euch reichere Schenkungen bringen
Wenn unsere Flöten sich höher aufschwingen.
Wann unsere Reimen besingen die Wiegen
In welchen deß Ehestands Erstlinge liegen.