Nvn die Sonn läst unsre Felder
Schleicht den Westenwellen zu
Es verstumt das Lied der Wälder
Von der Nächte Schattenruh.
Nur die Nachtigalle schlägt
Wo sich Laub und Ast bewegt.
Vnsre Hirt- und Herden raumen
Weid und Anger bey den Baumen.
Vnsre Schafe sind entsessen
Vnsre Lämmer von Gefahr
Keines hat der Wolf gefressen.
Keines keins vermisst ein Haar.
Kein erzürnter Donnerguß
Letzte dieser Auen Spruß.
Auch so wolte heut uns Hirten
Freudig dieser Wald bewirten.
Gott wir danken deiner Güte
Daß wir frölich treiben ein.
Vns erfreute dein Gehüte:
Vnsers unsre Schäfelein.
Grosser Schäfer dich erhebt
Was in dunkeln Büschen bebt.
Was doch sollen wir dir schenken?
Vnser Dank ist nur ein Denken.
Sonne nimm hier unsre Sorgen
Mit dir in das Saltzmeer hin.
Vnd du Gott erwekk uns morgen
Satt von Schlaf und Rastgewin.
Laß die Ruh nicht ruhloß seyn
Bis die Rötin bricht herein.
Dann so wollen wir im Matten
Lieder und dein Lob vergatten.