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[Nvn/ die Sonn läst unsre Felder]Fußnoten

Georg Philipp Harsdörffer

Nvn die Sonn läst unsre Felder Schleicht den Westenwellen zu Es verstumt das Lied der Wälder Von der Nächte Schattenruh.

Nur die Nachtigalle schlägt Wo sich Laub und Ast bewegt. Vnsre Hirt- und Herden raumen Weid und Anger bey den Baumen.

Vnsre Schafe sind entsessen Vnsre Lämmer von Gefahr Keines hat der Wolf gefressen. Keines keins vermisst ein Haar.

Kein erzürnter Donnerguß Letzte dieser Auen Spruß. Auch so wolte heut uns Hirten Freudig dieser Wald bewirten.

Gott wir danken deiner Güte Daß wir frölich treiben ein. Vns erfreute dein Gehüte: Vnsers unsre Schäfelein.

Grosser Schäfer dich erhebt Was in dunkeln Büschen bebt. Was doch sollen wir dir schenken? Vnser Dank ist nur ein Denken.

Sonne nimm hier unsre Sorgen Mit dir in das Saltzmeer hin. Vnd du Gott erwekk uns morgen Satt von Schlaf und Rastgewin.

Laß die Ruh nicht ruhloß seyn Bis die Rötin bricht herein. Dann so wollen wir im Matten Lieder und dein Lob vergatten.

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