Man hat mit Recht die Alte Zeit genennet Vom Tugendgold Da man noch Ertz noch Silber hat gekennet noch Krieg noch Sold.
Wer aber kan jetzt Stahl und Eisen Wie jener Gold mit Fuge preisen? Das uns den Lasterlast lässt an der Zeiten End. Es wird mit Fug die Heldenzeit genennet
Die Tugendgold Vnd hohen Ruhm der Dapferkeit erkennet Auch sonder Sold. Ein jeder soll die Hand voll Eisen
Die ihn beschützt mit Danken preisen Die altes Adels Ehr mehrt an der Zeiten End. Ein jeder war zwar bey geringer Haab Im Ruhestand
Ernehrte sich mit seinem Schäferstab Vnd fettem Land. Das brache Feld mit Lust gepflüget Vnd Viehezucht hielt sie vergnüget
Die Quell war sein Getränk bis in das Todengrab. Ein jeder mehrt mit Ehren Gut und Haab Im Waffenstand Ernehret sich nicht mit dem Bettelstab
In Feindes Land. Der Feind hat schon für ihn gepflüget Er findet dort was ihn vergnüget. Sein Nahm erstirbet nicht wann er schon liegt im Grab.
Man wuste nicht die Wörter Dein und Mein: Das Sorgengeld War dazumahl in schlechtem Wehrt und Schein Bey aller Welt.
Man tauschete nur Wahr üm Wahre Ohn Meucheltrug List und Gefahre: Zu dieser unsrer Zeit muß Falschheit redlich seyn. Nun wechseln sich die Wörter Mein und Dein
Das teure Geld Weist mit dem Pracht sehr hochbeliebten Schein In aller Welt. Der Degen ist Soldatenwahre
Der Geld erwirbt nicht ohn Gefahre. Man kan auch in dem Krieg Gott wolgefällig seyn.
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