Der Sommer ist entwichen
mit seiner Flammen-Hitz;
der Herbst herangeschlichen
und herrschet nun der Schütz:
Der treibt die trüben Wind
und in dem Nebel-Regen
beschüttet allerwegen
die auf dem Felde sind.
Man samlet Kraut und Ruben
es giert der trübe Most;
man suchet warme Stuben
und liebt der Vögel Kost;
das Feld liegt ohne Frucht:
doch muß es Wildpret tragen
das man mit schnellem Jagen
durch Berg und Thäler sucht.
Die Müh und Arbeit schencket
was sonst kein Mensch vermag;
wohl dem der stets gedencket
Gott nehr ihn alle Tag
auf viel und manche Weiß:
wenn wir Gott nicht vergessen
und das Brot wollen essen
in unsrer Arbeit Schweiß.
Indem die Blätter falben
verschwindt der Bäumen Zier;
es wandern fort die Schwalben
der Winter bricht herfür.
Man sucht das warme Kleid
und pfleget Holtz zu spalten;
dardurch wir uns erhalten
im Frost und kalter Zeit.
Mein Gott! der du uns liebest
und segnest dieses Jahr;
der du uns reichlich giebest
was uns vonnöthen war:
Wir dancken deiner Gnad!
Du wollest uns bewahren
daß wir kein Leid erfahren.
Dich lob' was Odem hat!