Ich wäle die weißlich-berötte Myrtillen Die unsere Felder und Wälder anfüllen. Die kleine gemeine doch niedliche Frucht Wird järlich vom Schäfer und Hirten gesucht
Wann ihre grünweißliche Hülsen sind offen Zu schauen was zeiten auf künftig zu hoffen. So dienet diß schlechte doch welches vor allen Myrtillus mit Nahmensverwandschaft gefallen.
Hekkendörner eure Spitzen sollen keinen Schäfer ritzen Dem behaget Treu und Recht: Lasst ihn eure Blume brechen unverhindert sonder Stechen. Weil sie ihm nicht sind zu schlecht.
Schärfet aber eure Spitzen jeden Hofman wund zu ritzen Der die Falschheit nennet Recht Den die Sorgendörner stechen In den Hoffnungsblumenbrechen. Lerian liebt eur Geschlecht.
Der Veil besamet sich im dunkelbraunen Schatten Auf reich begrasten Matten Daselbst er Stärk und Kraft Den Müden giebt die Phöbus Glut gebraten
Er düftet weit und breit durch Felder Büsch und Saaten Vnd webt der Sinnen Saft: So unser Reimenbinden Vergattet Zier und Sach im Schatten hoher Gunst
Ein Reim ergötzt der prachtet voller Kunst Er kan den Muht entzünden. Es kräftet Blum und Reim. Drüm heiß ich Alcidor. Schützt diesen Nahm ihr Bäum.
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