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1632

Das Maienblümchen

Georg Philipp Harsdörffer

Wo des Schattens Fittig schwebet Ob der Auen Sommerkleid, Weinet in der Winterzeit, Was in diesen Triften lebet.

Unsrer Nymphen Wangen gießen Thränen, gleich dem Bergkrystall, Und von solcher Zähren Fall Sieht man diese Blum' entsprießen.

In dem stolzen Blumengarten Findet man dergleichen nicht, Darum hält dich mein Gedicht Höher, als die andern Arten.

Maienblümlein, deine Glocken, Sind zerspaltnen Perlen gleich. Der sich untersteht, entweich', Eins von diesen abzupflocken.

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