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1632

Das himmlische Manna

Georg Philipp Harsdörffer

Des Höchsten Güt' und Treu Ist alle Morgen neu, Die reichlich in uns wohnet Und unsrem Glauben lohnet.

Der uns bißher erhalten, Wird ferners ob uns walten. Er tauet Mannabrod Und steurt der Seelennoht;

Er gibt uns Ihm zum Preise Christum, die Himmelsspeise, Und lässet uns entbinden Von allen unsren Sünden.

Das süsse Himmelsbrod Errettet von dem Tod. Es wird uns auch gegeben, Daß wir dort selig leben,

Wann wir die Sünde büssen Und Christi Leib geniessen. Es ist bey solcher Kost Der purpurrohte Most,

Der unsre Seele nehret Und unsren Glauben mehret, Der uns nicht läst verderben, Wann wir hier zeitlich sterben.

Dir sey, Gott, Lob und Danck Für solche Speis und Tranck. Laß deine Güte triefen Und uns von Hertzen prüfen,

So wird durch unsre Reue Erneurt deß Höchsten Treue.

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