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1787

10.

Georg Friedrich Philipp von Hardenberg

Es giebt so bange Zeiten, Es giebt so trüben Muth, Wo alles sich von weiten Gespenstisch zeigen thut.

Es schleichen wilde Schrecken So ängstlich leise her, Und tiefe Nächte decken Die Seele zentnerschwer.

Die sichern Stützen schwanken, Kein Halt der Zuversicht; Der Wirbel der Gedanken Gehorcht dem Willen nicht.

Der Wahnsinn naht und locket Unwiderstehlich hin. Der Puls des Lebens stocket, Und stumpf ist jeder Sinn.

Wer hat das Kreuz erhoben Zum Schutz für jedes Herz? Wer wohnt im Himmel droben, Und hilft in Angst und Schmerz?

Geh zu dem Wunderstamme, Gieb stiller Sehnsucht Raum, Aus ihm geht eine Flamme Und zehrt den schweren Traum.

Ein Engel zieht dich wieder Gerettet auf den Strand, Und schaust voll Freuden nieder En das gelobte Land.

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