Befördrer vieler Lustbarkeiten,
Du angenehmer Alster-Fluß!
Du mehrest Hamburgs Seltenheiten
Und ihren fröhlichen Genuß.
Dir schallen zur Ehre,
Du spielende Fluth!
Die singenden Chöre,
Der jauchzende Muth.
Der Elbe Schiff-Fahrt macht uns reicher;
Die Alster lehrt gesellig seyn:
Durch jene füllen sich die Speicher;
Auf dieser schmeckt der fremde Wein.
In schwimmenden Nachen
Schifft Eintracht und Lust,
Und Freyheit und Lachen
Erleichtern die Brust.
Das Ufer ziert ein Gang von Linden,
In dem wir holde Schönen sehn,
Die dort, wann Tag und Hitze schwinden,
Entzückend auf- und niedergehn.
Kaum haben vorzeiten
Die Nymphen der Jagd,
Dianen zur Seiten,
So reitzend gelacht.
O siehst du jemahls ohn Ergetzen,
Hammonia! des Walles Pracht?
Wann ihn die blauen Wellen netzen
Und jeder Frühling schöner macht:
Wann jenes Gestade,
Das Flora geschmückt,
So manche Najade
Gefällig erblickt.
Ertönt, ihr scherzenden Gesänge,
Aus unserm Lust-Schiff um den Strand!
Den steifen Ernst, das Wort-Gepränge
Verweis’t die Alster auf das Land.
Du leeres Gewäsche,
Dem Menschen-Witz fehlt!
O fahr in die Frösche,
Laß uns ungequält.
Hier lärmt, in Nächten voll Vergnügen,
Der Pauken Schlag, des Waldhorns Schall;
Hier wirkt, bey Wein und süssen Zügen,
Die frohe Freyheit überall.
Nichts lebet gebunden
Was Freundschaft hier paart.
O glückliche Stunden!
O liebliche Fahrt!