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1708–1754

Erster Theil. Von den Tisch-Liedern.

Friedrich von Hagedorn

Du, die du bey dem Fluße Triton Der Welt zuerst erschienen bist, O Pallas, Königinn Athens! O schütz’ Athen und seine Bürger

Vor Unglück, Aufruhr, frühem Sterben. Und schütze du sie auch, o Vater dieser Göttinn! Jetzt, da wir bekränzet sind, Will ich dir, o Mutter Plutons!

Dir, o Ceres! will ich singen. Sey gegrüsset, grosse Ceres! Und du, Tochter Jupiters, Proserpine, sey gegrüsset!

Schützet beyde diese Stadt! In Delus bracht’ einst die Latone Zwey Kinder auf die Welt; Den Phöbus mit den güldnen Haaren,

Diane, so das Jagen liebt, Die keinen Pfeil vergebens schiesset, Und über alle Weiber herrscht. O Schutzgott der Arcadier,

O Pan! du so berühmter Tänzer, Der du den muntern Nymphen nachläufst, Die lachend sich vor dir verstecken. Erscheine doch bey unsern Freuden,

O Pan! erschein’ in unsern Liedern Stets munter und wohlaufgeräumt. Nun haben wir den Feind geschlagen, Und so, wie wir gewünscht, den Sieg davon getragen;

Die Götter haben ihn verliehn. Ja, ja, die Götter haben ihn Dir, o Athen, Pandrosens Vaterland! Das ihnen lieb ist, zugewandt.

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