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1731

Ein klägliches Schicksal der Poeten

Friedrich von Hagedorn

Wie sorglos schläft der sichre Musensohn, Wann er, bei Kerz' und Nacht, in dichterischen Stunden, Nun, wie er glaubt, den Einfall ausgefunden, Den er gesucht, der ihn zu sehr geflohn!

Wie unruhvoll wird seine Lagerstatt, Wann ihm der nächste Tag, sobald er ganz erwachet, Des Fundes Werth mit Recht verdächtig machet! Der Einfall welkt: die Worte fließen matt.

So schmeichelhaft war Jacobs Nacht und Stand, Als, wie er wünscht' und hofft', ihn Rahels Reiz beglückte: So groß sein Leid, als er den Tag erblickte, Die Augen rieb, und eine Lea fand.

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