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An die treubrüchige Arimene, im Nahmen eines andern

Christian Gryphius

Fort, Arimene, fort, du liederliche Dirne, Ich brauche nichts also; die anders lieben kan, Als ihrer Treu geziemt, und die mit frecher Stirne Den Laden offen hält, steht keinen Hirten an.

Ein andrer diene dir, mir wils nicht ins Gehirne, Daß wer so untreu ist, sich auf was gutts besan; Ich liebe kein Gespinst von derogleichen Zwirne, Und schwer' izt alles ab, was ich zuvor gethan.

Wer ein verloschnes Feur und fast verrauchte Strahlen, Wer ein durchlöchert Tuch, und ausgeleerte Schalen, Wer faule Fische liebt, und einen Krantz von Stroh, Der mag mit deiner Gunst, o Arimene, prangen,

Mich stöst ein Eckel an, ich trage kein Verlangen Nach fast verlegner Wahr', und brauche nichts also.

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