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1616–1664

XxXIX. Auff einen vngeschickten Römer.

Andreas Gryphius

Kan Rom dich nicht gelehrt vnd nicht geschickter machen Wo es an keiner kunst an keiner weißheit fehlt Wo die Scharffsinnigkeit selbst jhren sitz erwehlt. Wo die vernunfft durchsucht der Fürsten höchste sachen?

Was täglich wächst was steht was sich dem grimmen Ra- chen Der zeit die alles frist entzeucht; was sich vermählt Der greisen Ewigkeit was lange Jahre zehlt

Sihst du; doch wer dich siht muß deiner grobheit lachen. Hier haw’t man Marmel aus hier schleifft man Dia- mand Porfirr (wie hart er auch) weicht der gelehrten hand

Von welchem Steinriß hat man dein Gehirn genommen? Man glaubt daß diese Lufft den frembden schädlich sey: Ich schaw das wiederspiel Ich bin von Seuchen frey Dir ist die Röm’sche Lufft in warheit nicht bekommen.

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