Skip to content
1616–1664

XxXIV. An einen Vnschuldig Leidenden.

Andreas Gryphius

Ein brandt pfall vnd ein radt pech folter bley vnd zangen Strick messer hacken beyll ein holtzstos vnd ein Schwerdt Vnd siedent öel vnd bley ein spies ein glüend Pferdt

Sind den nicht schrecklich die was schrecklich nicht began- gen. Wer vmb die tugend leid’t vmb recht-thun wird gefangen Vnd wenn es noth sein

Dem wird für kurtze pein vnendtlich preis beschert Er wirdt den ehren Krantz der nicht verwelckt erlangen. Er lebt in dem er stirbt er steigt in dem er fält Er pocht was tödlich ist vnd trotzt die grosse Welt

Vnd küst die Ewigkeit die er jhm anvertrawet. Hat nicht der Höchste selbst sein höchstes wunderwerck In dem er starb verbracht auff Salems schädelberg? Der ist kein rechter Christ dem für dem Creutze grawet.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
XxXIV. An einen Vnschuldig Leidenden. · Andreas Gryphius · Poetry Cove