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1616–1664

XxX. An Melanien.

Andreas Gryphius

Jhr glaubet warlich nicht wie schön' es sey zu sehen Wenn jhr den krummen Hals noch dreymal krümmer macht. Vnd durch den weiten Mund so wunderlieblich lacht

Der sonst nichts kan denn nur frisch ligen vnd gut schmähen. Euch dünckt der wisse nicht wie jhm doch sey geschehen: Der zihe närrisch auff mit seiner newen Tracht So hab euch jener nicht deß grusses wehrt geacht

Dem must jhr seine sprach vnd jedes wort bejähen Dem mangelts an der Stirn vnd jener siht nicht recht Vnd der ist gar zu schön vnd dieser gar zu schlecht Der kan den Degen nicht recht an die Seite binden.

Habt jhr den Spiegel auch der dort hing ander wandt Melanie wol je genommen in die Handt? Ey liebe! schawt hinein da ist was guts zu finden.

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