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1616–1664

XxVI. Auf das Fest deß Großen Abendmals oder Grünen Donnerstag. 1. Corinth. 11.

Andreas Gryphius

Ohöchster Liebe pfand! O Brunquell guter gaben! O beste Süssigkeit! O wahres Engelbrodt! O Edle Seelen Kost die in der höchsten noth Will mein verwundtes Hertz vnd siech Gewissen laben!

O Schatz in dem ich mag recht reiche Schätze haben O ewig lebend Fleisch das meinen Leib vom Todt O Blutt! das mich vom Fluch von Blutschuld ach vnd Kott

Der Sünden ledig mach’t: fliht fliht jhr hellen-Raben! Diß wehrte Himmels Aaß geht nur die Adler an! Es nehrt den der sich selbst mit Eyver prüfen kan. Es ist der Bösen Gifft der Frommen stärck vnd wonne.

Kom’t die jhr jrre geht in dieser wüsten welt Die Zehrung die sich selbst für ewre noth auffstelt Verdecket Brod vnd Wein wie Wolcken eine Sonne!

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