Skip to content
1616–1664

XxVI. An Lucinden.

Andreas Gryphius

Was ist der zarte Mund? ein Köcher voller Pfeile Durch die manch weiches Der Augen heller glantz wird flammen gleich geschätzt An welchen jeder sich verbrennt in kurtzer weile.

Die wunderschönen Haar sind feste liebes seile Wer durch der Stirnen glantz nicht wird in euch verhetzt; Wer sich den Lilien der Muß doch gewertig seyn daß jhn die Hand ereile.

So sprecht jhr vnd ist war wer vol von zunder steckt Wird leicht zu böser lust vnd ewrer lieb erweckt Man kan zu Wer aber bey sich selbst was jhr für löblich acht

Ew’r mehr denn falsches hertz’ vnd schwartz gemüt be- tracht. Denglaubt mir werdet jhr Lucinde nicht entzünden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
XxVI. An Lucinden. · Andreas Gryphius · Poetry Cove