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1616–1664

XxIX. Auff den Sontag der bewehrten Aufferste- hung deß HErrn oder Quasimodogeniti. Johan. 20.

Andreas Gryphius

Was trawr ich? Hat der Feind gleich für vnd für gespon- uen Zu meinem Jägergarn: muß gleich mein Kämmerlein Diß enge Bilgerhauß stets fest-verrigelt seyn!

Was trawr ich! ob es Nacht! dieweil die helle Sonnen Dem Printz der Vnd Licht vnd Frieden bringt! wenn aller trost zu klein Vnd ich verlassen bin tritt

So bald er komm’t so dald ist was mich kränckt zerronnen! Er ist mein Ich schaw’ durch seine Seitt wie tieff sein Hertz entbrand. Wer zweifelt komm’ vnd schaw. vor diesen offnen Wunden

Verfält der wortte pracht diß zeugnüß ist zu war Diß Blutt fleußt viel zu frisch die Liebe scheint zu klar Hier wird ein offen Hertz mit ofner hand gefunden.

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XxIX. Auff den Sontag der bewehrten Aufferste- hung deß HErrn oder Quasimodogeniti. Johan. 20. · Andreas Gryphius · Poetry Cove