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1616–1664

XxII. Auf den Sontag deß grossen Schlan- gentretters oder Oculi. Luc. 11.

Andreas Gryphius

Der du dich von dem Thron der Ewigkeit begeben Ins Raube-Schloß der Welt die mehr denn feste Macht Mit der der Höllen Fürst der Printz der schwartzen Nacht

Sein Rüsthauß hat verschrenckt auff ewig auff zuheben: Ach schaw’ in was für Furcht in was für angst wir In dem der starcke Feind schier augenblicklich tracht Wie er durch grim̃ vnd List durch wollust Pein vñ Pracht

Was du dir selbst erwehlt jhm mache recht vnd eben. Treib aus du starcker Heldt treib den Verderber aus Der mordet vnd verstrew’t. Zeuch in mein Seelen Hauß Vnd laß mich eins mit dir durch lieb vnd glauben bleiben

Gib daß ich deine Wortt vnd gnadenreiche Lehr Die einig-seelig macht mit ernster Andacht hör Vnd was ich höre mög in dieses Hertz einschreiben.

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