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1616–1664

XxII. ANNÆ MARIAE GRYPHIAE Todt.

Andreas Gryphius

Dv bist den du bist hin! Der Himmel gönte dich Der Erden weiter nicht die Tugend kaum mehr kennet Darin man Laster preist vnd Sünde from seyn nennet Die auß gejagte zucht nam deine Seel zu sich.

Du gibst den gutte Nacht so vnversehns weil ich In fernem Elend bin dein Eh-stand wird getrennet Eh’ recht dein Hochzeit licht (holdseelige!) verbrennet Weil mich dein

Was kan abwesend Ich mehr alß dich selbst beweynen Vnd deine zarte Frucht die als sie wolt erscheinen Die schwachen Augen schloß vnd deine Seel entband. Man wündscht einmal zu sehn die Frömigkeit gebähren:

Alß welche nichts der welt denn Tugend kan gewehren. Doch ach! den wundsch durchstrich der Parcen strenge Hand.

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