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1616–1664

XxI. Auff H. Baums vnd Jungfr. Annæ Mariæ Gryphiæ Hochzeit.

Andreas Gryphius

Jn dieser Krieges Erndt vnd vberheissen zeit In der man was man schawt vor Hitze schawt ver- schmachten Seid Jhr G Jungfraw Brautt glückselig wol zu achten

Weil euch der Liebe glutt selbst schatten hat bereit Jhr sitzt bey ewrem Baum vnd trotzt das grimme leid Das vnser Vaterland eh’ alß wir noch gedachten Versenget vnd verbrand das. was die felder brachten

Was in den Gärten blüht mit Schwerdt vnd flammen may’t. Der Baum den jhr erkießt wird jederzeit euch decken: Euch wird kein trüber sturm kein vngewitter schrecken

Die Zweige werden stäts voll schöner blätter stehn Die äste die ihr schon seht voll von blütten schweben Die werden künfftig euch gewündsche Früchte geben Diß Laub wird glaubt gewiß von keinem frost vergehn.

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