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1616–1664

XvIII. Quantum est quod nescimus!

Andreas Gryphius

Jsts! oder ists ein wahn! daß anverwandter Blutt Sey kräfftig vnsern Geist durch frembde macht zu rühren: Soll wenn mein freundt betrübt ich mich bekümmert spüren? Ob schon mir nicht endeckt wird seiner schmertzen glutt.

Soll wenn sein Cörper fault mein hochbestürtzter mutt In vnbekandt er angst sich kräncken vnd verlieren? Soll mich sein bild zu nacht in lust vnd schrecken führen. Vnd trösten in der pein vnd rathen was mir gutt?

Mein Bruder ehe man mir deinen todt entdecket: Hast du drey Nachte mich auß meinem schlaff erwecket Vnd mein vnendlich leid zu lindern dich bemüht. Du hast mir zeit vnd Ortt der abgelegnen reisen

Da ich nicht reisen wolt’ außdrücklich wollen weisen; Ists! oder wissen wir weit minder alß man stht.

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