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1616–1664

XvII. Auff den Sontag des Himlischen Weingärttners oder Septuagesimæ. Matth. 20.

Andreas Gryphius

Der Höchste rufft vns von dem Marckt der Welt In den Weinberg den sein Sohn hat mit Schweiß vnd Blut genetzet Den Er vnablößlich bawt der so werth vor jhm geschätzet

Daß Er sich selbst darumb in Todt gestelt Doch wir sind die den müssig-gehn gefält Vnsers ersten Morgenslicht ward mit nichts-thun hingẽ- setzet:

Jtzt nun vnß der Mittag druckt hat vns Hitz’ vnd last ver- letzet Vnd was noch mehr von fleissig-seyn abhält. Auff Menschen auff! gebt acht auff ewre sachen

Die Nacht bricht an der Todt wil abend machen. Denckt wie werden wir bestehen wenn GOtt selbst wird Rechnung hegen? Er siht zwar den vnd mehr denn gnädig an

Der eine stund jhm fleissig dienen kan Doch Er heist auch von Jhm gehn die die seinen grim’erregẽ.

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