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1616–1664

Xv. Auff den Sontag deß langmütigen Acker- mans oder den V. Nach dem Fest der Wei- sen. Matth. 13.

Andreas Gryphius

Der Feind strew't aus aufs Land das du erbawet Sein Vnkraut! HERR! in dem die Sünden Nacht In trüben Schlaff die trägen Menschen bracht Den du die Frucht zu hütten an vertrawet!

Diß was man nur auff allen äckern schawet Ist falsche Lehr vnd Neyd vnd Ketzer pracht Wir schlaffen fest: der Sathan seet vnd wacht Der Sathan dem vor deinem Segen grawet.

Ach sihst du nicht wie jene schar vmb läufft Die dir zu trotz so Korn alß Tresp aus räufft. Wenn wirst du dich zu letzter Ernd’ auffmachen? Kom’ es ist zeitt! führ alle Garben eyn!

Führ eyn die Frucht. Laß in der Flammen Pein Des Sathans Saat die nicht mehr taug verkrachen.

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