Der Feind strew't aus aufs Land das du erbawet
Sein Vnkraut! HERR! in dem die Sünden Nacht
In trüben Schlaff die trägen Menschen bracht
Den du die Frucht zu hütten an vertrawet!
Diß was man nur auff allen äckern schawet
Ist falsche Lehr vnd Neyd vnd Ketzer pracht
Wir schlaffen fest: der Sathan seet vnd wacht
Der Sathan dem vor deinem Segen grawet.
Ach sihst du nicht wie jene schar vmb läufft
Die dir zu trotz so Korn alß Tresp aus räufft.
Wenn wirst du dich zu letzter Ernd’ auffmachen?
Kom’ es ist zeitt! führ alle Garben eyn!
Führ eyn die Frucht. Laß in der Flammen Pein
Des Sathans Saat die nicht mehr taug verkrachen.