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1616–1664

XlVIII. An sich Selbst.

Andreas Gryphius

Mjr grawet vor mir selbst mir zittern alle glieder Wenn ich die Lipp’ vnd Naß’ vnd beyder Augen kluft Die blindt vom wachen sindt des Athems schwere Luft

Betracht vnd die nun schon erstorbnen Augen-lieder: Die zunge schwartz vom brandt felt mit den worten nieder Vnd lalt ich weis nicht was; die müde Seele ruft Dem grossen Tröster zu das Fleisch reucht nach der gruft

Die ärtzte lassen mich die schmertzen kommen wieder Mein Cörper ist nicht mehr als adern fell vnd bein. Das sitzen ist mein todt das liegen meine pein. Die schenckel haben selbst nun träger wol von nöthen!

Was ist der hohe ruhm vnd jugendt ehr vnd kunst? Wenn diese stunde kompt; wird alles rauch vnd dunst. Vnd eine noth muß vns mit allem vorsatz tödten.

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