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1616–1664

XlVII. Das Letzte Gerichte.

Andreas Gryphius

Avff Todten! auff! die welt verkracht in letztem brande! Der Sternen Heer vergeht! der Mond ist dunckel-rott Die Sonn’ ohn allen schein! Auff Jhr die grab vnd kott Auff! jhr die Erd vnd See vnd Hellen hilt zu pfande!

Jhr die jhr lebt komm’t an: der HERR der vor in schande Sich richten ließ erscheint vor Jhm laufft flam̃’vnd noth Bey Jhm steht Majestätt nach jhm folgt blitz vnd todt Vmb jhn mehr Eherubim als Sand an Pontus strande.

Wie lieblich spricht Er an die seine Recht’ erkohren. Wie schrecklich donnert Er auff diese die verlohren Vnwiderrufflich wortt kommt Freunde! Feinde fliht! Der Himmel schleußt sich auff! O GOtt! welch frölich

fcheiden! Die Erden reist entzwey. Welch weh welch schrecklich leidẽ. Weh weh dem der verdamm’t: wol dem der

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