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1616–1664

XlVII. An die vmbstehenden Freunde.

Andreas Gryphius

Jhr libsten die jhr mich das wohn-hauß grimmer noht Den abgezehrten Leib vnd die verdorten hände Diß sterbende gesicht vnd mein betrübtes ende Mit nassen Augen schawt; trawrt nicht vmb meinen Tod:

Da als der welt ade der Wehrte Bruder bott Nach dem ich jeden tag viel tausendt seuftzer sende Mit dem die Schwester schied’ als meiner libsten wände In flammen gingen ein vnd wurden grauß vnd kot

Da fiel mein leben hin. Mein fleisch der Ligt nunmehr schon vnd fault in nicht nur einem grabe Dis was jhr für euch seht ist ein gespenst vnd dunst. Diß Feber kompt zu spät. Der todt wird hier nichts finden

Was acht ich seinen pfeil ich muß ohn diß verschwinden. Jtzt nun mein tag anbricht. Habt danck für ewre gunst.

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