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1616–1664

XlV. Einem Neydischen vnnamhafften Lästerer.

Andreas Gryphius

Schmeh' jm̃er weil du kanst halt nichts als dich für gutt Vnd bleib nur wer du bist! Man wird nach dir nicht fragen Von dem kein Mann erführ ob dich die welt getragen

Es kümmert sich vmb vieh kein hochgesinnter mutt. Ein vnerschrocken Hertz das jhm durch Fleiß vnd Blutt Die Ewigkeit vermählt das mächtig sich zu wagen Wohin kein vnmensch denckt schätzt was vnß meynt zu nagẽ

Auch nicht deß Anblicks werth! Neyd ist sein eigne Rutt. Der Hund bällt nur vmbsonst deß Mondens Fackel an Ein rasend tolles Haupt das nichs denn wütten kan Pflegt wer vernunfft noch hat mitleidend anzuschawen

Ach! köntest du dich nur du vnmensch recht besehn Vnd was du thust verstehn vñ wehn du pflegst zu schmehn. Dir würde vor dir selbst biß auff das brechen grawen.

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