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1616–1664

XlIII. Ebenbildt vnsers Lebens.

Andreas Gryphius

Der Mensch das spiel der zeit spielt weil er alhie lebt. Jm Schaw-platz dieser welt; er sitzt vnd doch nicht feste. Der steigt vnd jener fält der suchet die Paläste Vnd der ein schlechtes dach der herscht vnd jener webt.

Was gestern war ist hin was jtzt das glück erhebt; Wirdt morgen vntergehn die vorhin grünen äste Sindt nunmehr dür vnd todt wir armen sindt nur gäste Ob den ein scharffes schwerdt an zarter seide schwebt.

Wir sindt zwar gleich am fleisch doch nicht von gleichem stande Der trägt ein purpur-kleidt vnd jener gräbt im Sande Biß nach entraubtem schmuck der Tod vns gleiche macht.

Spilt denn dis ernste spiel: weil es die zeit noch leidet. Vnd lernt: das wenn man vom pancket des lebens scheidet: Kron weisheit stärck vnd gut sey ein geborgter pracht.

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