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1616–1664

XlI. Auff den Sontag deß Barmhertzigen Vatters oder 4. Sontag nach der H. Drey- Einigkeit. Luc. 6.

Andreas Gryphius

Sol dich der höchste GOTT mit Vatter trew anblicken So must du jede zeit voll sanffter Geister sein Wer nichts als richten kan wer Rach’ vnd grimme pein Stets auf den Rächsten rnfft wird endlich in den stricken

Deß Sathans in dem Strom der Schwefelbach ersticken. Gnad ist vmb gnade feyl wer gibt nimm’t häuffig eyn. Vnd wie dein Maß; so voll so richtig fest vnd rein Wird man auff deine Schos die gegenwehre schicken.

Wer Laster straffen wil vnd selbst verbrechen libt Gleicht dem der blind die Faust als Leiter blinden gibt Wilst du ins Brudern Aug auch keinen Splitter leiden So fange bey dir an vnd nimb die Balcken hin

Die Balcken die dir selbst verdunckeln Aug vnd Sin Vnd fleuch diß selbst was du lehrst deinen Nächsten meiden.

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