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1616–1664

ViII. Es ist alles eitel.

Andreas Gryphius

Dv sihst wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden. Was dieser heute bawt reist jener morgen eyn: Wo jtzund Städte stehn wird eine Wiesen seyn Auff der ein schäfers Kind wird spilen mit den herden.

Was jtzund prächtig blüht sol bald zutretten werden. Was jtzt so pocht vnd trotzt ist morgen Asch vnd Bein. Nichts ist das ewig sey kein Ertz kein Jtzt lacht das glück vns an bald donnern die Beschwerden.

Der hohen thaten ruhm muß wie ein Traum vergehn. Soll denn das spiel der zeit der leichte Mensch bestehn. Ach was ist alles diß was wir köstlich a Als schlechte nichtigkeit als

Als eine wiesen Blum die man nicht wider findt. Noch wil was ewig ist kein einig Mensch betrachten.

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