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1616–1664

Vi. Auf die Geburt deß HErrn Joh. 1.

Andreas Gryphius

Das wesentliche Wort das eh' alß Ewigkeitten Sich vnd die zeit gekänn’t Gott ist vnd Gott ge- schaw't Das wort durch das Gott hat der Erden Hauß gebaw’t

Durch das der Himmel stund das Licht das vns wird leitten (das mehr denn lichte Licht!) wenn Händ’ vñ Füsse gleittẽ Vor dem nichts finster ist Vor dem der Höllen graw’t Vnd was mehr dunckel heist hat sich der Welt vertraw’t

Vnd nimbt an vnser Fleisch vnd schwere last der zeitten. Es ist vom Ehrenthron ins threnen Thal ankommen Vnd hat dis Leibes Zelt zur wohnung angenommen Wiewol sein eigenthumb sich stets jhm widersetzt.

Wer diesen gast aufnim’t wird augenblicks erkennen Wie herrlich seine gunst Er wird in lieb’ entbrennen In liebe die mit lust vnd für vnd für ergetz’t.

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