Was ist die Welt
Die mich bis her mit jhrer pracht bethöret?
Wie plötzlich felt
Was Alt vnd Jung vnd Reich vnd Arm geehret!
Was ist doch alles was man alhier find?
Ein leichter wind!
Was jtzund blüht
Kan noch für abend gantz zutretten werden.
Der sich hier müht
Vmb flüchtig geld muß ohne geldt zur erden.
Er samlet fleissig (doch für ander) ein.
Vnd stirbt allein.
Das Seiden spint verstrickt sich in sein spinnen.
So müssen wir
Durch vnsern fleis oft vnsern todt gewinnen.
Viel hat verstandt vnd was vns weise macht;
In's grab gebracht.
Der Tulipan
Wird weil er gläntzt von Jungfrawn abgeschnitten
Schaw Menschen an
Sie haben schmach vmb das sie schön erlitten.
Vnd (wenn sie nicht entsetzt ein schneller todt;)
Ach! angst vnd noht;
Bist du bekandt?
So kan dir jeder deine feil’ aufrücken.
Wofern dein standt
Verborgen ligt so wirdt dich jeder drücken
Wer reich ist wird beneidet vnd verlacht
Wer arm; der schmacht.
Ein schifflin wird bald her bald hin geschmissen
So setzt vns zu
Der sorgen sturm wir werden hingerissen
Auff dieses lebens schmertzen volle See.
Da eitel weh!
Wie seelig ist
Wer schaden frey kan an den Port einfahren!
Wer jhm erkiest
Den rechten lauff der G
Der kan ob Wellen Bergen gleich’ aufstehn:
Nicht vntergehn!