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Tumulus Fœminaæ Annæ Erhardinæ Matris dulcissimæ

Andreas Gryphius

Ach schönste Tugendblum an der man konte schawen Was Gott recht fürchten hieß was Trew vnd Heilig seyn! O Spiegel der Gedult durchs Creutz poliert rein! O Andacht volle Rooß Cron aller keuschen Frawen!

Ach hat Euch denn die Seenß des Todes weggehawen Im Mittag ewrer Zeit! vnnd vnter diesen Stein (Durch Schwindsucht gãtz verwelckt verdorrt ins Federspein) Verborgen! freylich ja Gott wolt Euch nicht mehr trawen

Hienieden sondern hat Euch eilend weggerafft Kurtz eh denn er die Welt mit harter Angst gestrafft: Jtzt seht Ihr Christum selbst mit süsser Frewd vmbfangen! Vnd seine Herligkeit wir sehn Fewr Mord vnd Schwerd

O Mutter Ihr seid Euch gar eben von der Erd Mir aber gar zu früh ach gar zu früh entgangen.

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